Energieaudit EN 16247-1 – Pflicht für „Nicht-KMU“

Energieaudit nach EN 164247-1

Durchführen und dokumentieren von Experten

Energieaudit für Ihr Unternehmen

Bestimmte Unternehmen sind seit 2015 verpflichtet ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchzuführen und dieses alle vier Jahre zu wiederholen.

Experten von QUMsult unterstützen Sie in Fragen des Energiemanagements und der Energieaudits. Wir sind in der Energieauditorenliste der Bafa, Berateranerkennung nach § 7 Abs. 3 akkreditiert . Gerne beraten wir Sie (bevorzugt im Raum Freiburg, Baden, Süddeutschland, um auch der „Beratungs-Energiebilanz“ Rechnung zu tragen).

Wer muss Energieaudit...

  • EDL-G wird geändert
  • BAFA-Leitfaden gibt Hilfestellung
  • Müssen die wiederholenden Energieaudits nach EDL-G i.V.m. EN 16247-1 bis zum 5.12.2019 abgeschlossen werden?
  • Hintergrund Energieeffizienzrichtlinie
  • Wer ist von der Pflicht zum Energieaudit nicht betroffen?
  • Wer darf die Energieaudits nach EN 16247-1 durchführen?
  • Wie weist man die Audits / Anforderungen nach?

Das EDL-G (Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen) wird erneut geändert (Stand 05.07.19). Es betrifft den Anwendungsbereich und die Auditorenqualifikation.

Für energieauditpflichtige Unternehmen wird eine Bagatellschwelle eingeführt. Unternehmen mit geringem Energieverbrauch (500.000 kWh Gesamtenergieverbrauch über alle Energieträger) brauchen kein vollumfängliches Energieaudit mehr durchführen. Stattdessen melden diese Unternehmen ausgewählte Basisdaten zu Energieverbrauch und Energiekosten an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Weiterhin soll die Auditorenqualifikation mittels regelmäßigen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von erhöht werden. Die Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden zur Pflicht. Die Gesetzesänderung soll voraussichtlich  im Oktober 2019 Inkrafttreten.

Die BAFA hat einen 60-seitigen Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten (PDF, 2MB) veröffentlicht. Es wird darauf hingewiesen, dass die Inhalte beachtet werden müssen. Das bedeutet deutlich präzisere und umfangreichere Anforderungen an alle Phasen des Energieaudits als vor vier Jahren – hier konnte die Norm noch „freier“ interpretiert werden.Weiter wurde das Merkblatt für Energieaudits (PDF, 914KB) aktualisiert.

Nein. Das BAFA informiert dazu: „Das Energieaudit muss erstmals bis zum 5. Dezember 2015 und danach, gerechnet vom Zeitpunkt des ersten Energieaudits, alle vier Jahre durchgeführt werden. Diese Frist von vier Jahren gilt unabhängig davon, ob das Energieaudit vor oder nach dem 05. Dezember 2015 durchgeführt wurde.“

Also muss der folgende Energieauditbericht spätestens 4 Jahre nach dem ersten erstellt  und damit das Energieaudit abgeschlossen sein.

Nach der Vorgabe der europäischen Energieeffizienzrichtlinie (2012/27/EU, EED, Artikel 8) ist es das Ziel, die Energieeffizienz innerhalb der EU bis zum Jahr 2020 um 20% zu steigern. Dazu werden von den Mitgliedsstaaten verschiedene Maßnahmen gefordert, die zum Teil in nationalen Regelungen bereits umgesetzt wurden.

Dies betrifft sowohl das produzierende als auch das nicht produzierende Gewerbe (wie Dienstleister, Handel, Banken, Gesundheitswesen, etc. ).

KMU sind Unternehmen im Sinne der 2003/361/EG, Artikel 2 – für die Einstufung eines Unternehmens als KMU (Kleinstunternehmen, Kleinunternehmen oder Mittleres Unternehmen) sind die Zahl der Mitarbeiter sowie Umsatz und Bilanzsumme ausschlaggebend.

Mitarbeiterzahl

und wirtschaftliche Daten

Größenklasse

Jahresarbeitseinheit (JAE)

Jahresumsatz

und Jahresbilanzsumme

Mittleres Unternehmen

< 250

< oder gleich 50 Mio. EUR

< oder gleich 43 Mio. EUR

Kleinunternehmen

< 50

< oder gleich 10 Mio. EUR

< oder gleich 10 Mio. EUR

Kleinstunternehmen

< 10

< oder gleich 2 Mio. EUR

< oder gleich 2 Mio. EUR

Diese Werte gelten nur für völlig eigenständige Unternehmen (oder bei Beteiligungen von weniger als 25 % des Kapitals oder der Stimmrechte)

Nach § 8a des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) muss das Energieaudit unabhängig von unternehmensinternen Personen oder von extern beauftragten Personen durchgeführt werden.

Es sind Personen zugelassen, „die auf Grund ihrer Ausbildung, beruflichen Bildung und praktischen Erfahrung über die erforderliche Fachkunde zur ordnungsgemäßen Durchführung eines Energieaudits verfügen.Die Fachkunde erfordert1. den Abschlussa) eines einschlägigen Hochschul- oder Fachhochschulstudiums auf den Gebieten der Ingenieur-oder Naturwissenschaften, insbesondere der Energietechnik, Energieerzeugung, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Verbrennungstechnik, Umwelttechnik, Technischen Gebäudeausrüstung, Versorgungstechnik, des Bauingenieurswesens, der Physik, des Maschinenbaus oder auf anderen Fachrichtungen mit Ausbildungsschwerpunkten in den genannten Gebieten,b) einer einschlägigen Meisterprüfung oder staatlichen Technikerprüfung, insbesondere in den Fachbereichen Heizungs-/Lüftung-/Klima-, Elektro-, Kältesystem-, Metall-, Umwelt-, Bau-, Isolier-, Maschinenbau-oder Physiktechnik,welche durch eine Anerkennung durch eine oberste Bundes- oder Landesbehörde oder eine Körperschaft des öffentlichen Rechts als gleichwertig ersetzt werden kann, und2. eine mindestens dreijährige eigenverantwortliche, hauptberufliche Tätigkeit, bei der praktische Kenntnisse über die betriebliche Energieberatung erworben wurden.“

Das BAFA muss nicht aktiv informiert werden. Bei einer Stichprobenkontrolle wird eine Bestätigung des Energieauditors erstellt und an das BAFA übermittelt.

Intern dient der Auditbericht als Nachweis des Energieaudits.

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